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Welcher Ernährungtyp passt zu mir?

Schon Hippokrates proklamierte: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein“. Auch ohne das Essen als Medizin gegen eine konkrete Krankheit einzusetzen, kann die passende Ernährung ein grosses Stück Lebensqualität bedeuten. Manchmal sind die Zusammenhänge zwischen Ernährung und der eigenen Befindlichkeit gar nicht so offensichtlich. Gerade wenn man vom Leben herausgefordert wird, kann es sich besonders lohnen, die eigene Ernährungssituation anzuschauen.

„Wohlfühl-Nahrung“

Eine bewusste Ernährungsweise ist, wie allgemein bekannt, ein wichtiger Pfeiler der Gesundheit. Doch wussten Sie, dass zum Beispiel Ihr Energieniveau nicht nur von der Menge der Nahrung, die Sie zu sich nehmen, und ihrem Kaloriengehalt abhängt, sondern ganz direkt auch mit der Zusammensetzung Ihrer Mahlzeiten zu tun hat? Dieses Verständnis kann ganz besonders dann zum Tragen kommen, wenn Sie erhöhten körperlichen oder psychischen Belastungen ausgesetzt sind.

Im Leben jedes Einzelnen gibt es Herausforderungen, die an der eigenen Widerstandskraft zehren und die dazu führen können, dass man sich schlecht fühlt. Umso wichtiger ist es, gerade in solchen Phasen die Ernährung so bewusst wie möglich zu gestalten. Aufgrund direkter physiologischer Zusammenhänge kann eine ungünstige Ernährungsweise nämlich die Belastung noch erhöhen. Und da dies meist auch gleich die eigene Antriebsenergie zunichte macht, kann ein wahrer Teufelskreis entstehen, weil man sich nur schwerlich zu Veränderungen aufrafft. Im Gegensatz dazu unterstützt eine persönlich angepasste Ernährungsweise den eigenen Stoffwechsel und somit die eigene Befindlichkeit, Belastbarkeit und Motivation. Essen kann also auch echte ‚Wohlfühl‘-Nahrung sein.

 

Wenn die Ernährung nicht passt

Anzeichen für eine nicht passende Ernährung können unter anderem sein:

  • Energieverlust, Antriebslosigkeit
  • Erkennbare Energieschwankungen über den Tag (Energie z.B. von gut zu total schlapp, von normal zu überdreht und umgekehrt)
  • Müdigkeit nach dem Essen, wiederkehrende Müdigkeit zu bestimmten Tageszeiten
  • Zappeligkeit, Konzentrationsschwierigkeiten
  • Unrast, Kribbeligkeit (‚hibbelig‘), Kribbeln in Armen oder Beinen oder im Gesicht, ‚Hungerlöcher‘ bis hin zu Übelkeit
  • Nächtliche Wadenkrämpfe oder andere Muskelkrämpfe, Unrast in den Beinen, dumpfe Gelenkschmerzen, Muskelkater bereits nach kleinen Anstrengungen
  • Übergewicht
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Anämie (Blutarmut)
  • Oedeme (Wassereinlagerungen)
  • Unreine Haut, Quaddeln
  • Gicht (Urikopathie, Arthritis urica)

 

Wenn gängige Ernährungstipps nicht greifen – verschiedene Menschen, verschiedene Stoffwechsel

Genauso wie wir Menschen verschieden aussehen und verschiedene Charaktere haben, so haben wir auch unterschiedliche Stoffwechsel und somit einen unterschiedlichen Ernährungsbedarf. Natürlich gibt es allgemein gültige Erkenntnisse aus der Ernährungswissenschaft, die besagen, was gesundheitlich förderlich oder erwiesenermassen schädlich ist. Aber der tatsächliche Bedarf einer Person an Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten, zum Beispiel, lässt sich nicht über einen Kamm scheren. Je nach Erbanlagen, Lebensumständen, Tagesablauf, Alter und momentanen Herausforderungen ist der Stoffwechsel und somit der Ernährungsbedarf unterschiedlich.

Der Ernährungsbedarf beinhaltet jedoch nicht nur die Betrachtung der Hauptnährstoffe, sondern:

  • Bedarf an Hauptnährstoffen (Kohlenhydrate, Proteine, Fette)
  • Bedarf an Mikronährstoffen (Vitamine, Mengen- und Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe)
  • Flüssigkeitshaushalt
  • Zusammensetzung der einzelnen Mahlzeiten (Anteil Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Gegartes, Rohkost)
  • Passende Arten von Nahrungsmitteln (Pouletbrust ist nicht gleich Lammkotelett, Palmfett ist nicht gleich Leinsamenöl, Trauben sind nicht gleich Orangen)
  • Quantitäten pro Mahlzeit sowie Anzahl und Verteilung der Mahlzeiten auf den Tag

 

Praktikable Ernährungsempfehlungen machen das Leben leichter

Was kompliziert klingt, kann für Sie von einer erfahrenen Fachperson in einfache und alltagstaugliche Ernährungsempfehlungen umgesetzt werden. Gerade in Zeiten von erhöhten Anforderungen, wenn Sie unter lang anhaltendem Stress stehen (auch durch eine Krankheit) oder sich an einem Übergang in eine neue Lebensphase befinden, kann Ihnen eine Ernährungsberatung wertvolle Lebensqualität verschaffen. Dies trifft natürlich auch zu, wenn Sie mit Übergewicht kämpfen oder unter anderen ernährungsbedingten Beschwerden leiden, wie Blutzuckerschwankungen, Verdauungsbeschwerden, etc.